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Die Welt bewegt für weniger als 15.000 Euro

Seligenstadt, die idyllische Fachwerkstadt am Main, war ein wunderbarer Ort für den ersten Branchentag der Hersteller und Händler ökologischer Bauprodukte.

 

Die ÖkoPlus-AG und besonders ihr Vorstand Horst Kliebe haben gerufen und (fast) alle kamen - Claytec, Isofloc, Haga, Gutex, Leinos (s. Ausstellerverzeichnis) um dieser exklusiven Nische ein Forum zu geben. „Wir haben uns bisher als Spezialisten für wertbeständige Baustoffe in konventionelle Bau- und Heimwerkermessen eingebracht oder waren auf Ökomessen neben der Lebensmittelbranche und der Bekleidungsindustrie vertreten. Nun wurde es höchste Zeit, einen fachspezifischen Branchentag ins Leben zu rufen." so Horst Kliebe, Vorstand der ÖkoPlus-AG.

 

Die Umsatzkennziffern für den Anteil ökologischen Bauens, die den strengen Kriterien des ÖkoPlus- Fachhandelsverbandes standhalten, sind im Verhältnis zum Umsatz alleine im Bauhauptgewerbe (2009: 82 Milliarden) mit ein paar hundert Millionen eher klein. Gefühlt ist der Anteil weit höher. Das hängt sicherlich damit zusammen, dass die Multiplikatoren in den Medien zu den hochwertigen, exklusiven und schönen ökologischen Produkten eine hohe Affinität haben. Das erklärt auf der einen Seite, warum diese Produkte umsatzstärker wirken als sie tatsächlich sind. Andererseits verdeutlicht es die große Herausforderung, vor der gerade ein Handelsverband wie ÖkoPlus steht - es gilt dieser zukunftsweisenden Nische ein attraktives Forum zu bieten. Dazu kommt: „ökologisch" ist in aller Munde, jedoch fehlen genaue Zahlen und Abgrenzungen.

 

Das Sortiment der 39 im Verband ÖkoPlus organisierten Händler beginnt dort, wo die Produktkompetenz des konventionellen Baumarktes endet. Erst in den letzten Jahren wird auch dem herkömmlichen Baustoffhandel klar, dass die Bauherren von heute auch ökologische Ansprüche an die Baustoffe haben, die sie sich in ihr direktes Wohnumfeld holen. „Wir freuen uns darüber, dass mehr und mehr Immobilienbesitzer auch bei Sanierung und Renovierung zu natürlichen Baumaterialien greifen, und dass wir hier unsere fundierte Erfahrung als Pioniere und Systementwickler anbieten können." so Kliebe. Es gilt, diesen Rückenwind zu nutzen, um eine gute Sache voran zu bringen.

 

Insider wissen, dass ökologische Bauprodukte bei gebildeten Menschen auf großes Interesse stoßen. Jedoch ist der Umsatz in der Nische viel zu klein, als dass die Hersteller den Markt mit Anzeigenkampagnen im großen Stil durchdringen könnten. Stattdessen sind Intelligenz und Engagement gefragt, um die Umsätze auch ohne klassische Anzeigenwerbung voranzubringen. Große Ideen, Messen und wichtige Foren haben oft bescheiden angefangen. Vergleichbar den Keimzellen in der Natur sagt die Größe eines Samens nichts über das Ergebnis im erwachsenen Zustand aus.

 

Der ökologischen Baustoffbranche ein Forum bauen - ein gewaltiger erster Schritt in diese Richtung ist in Seligenstadt gelungen. Das Szenario wird dereinst dem historischen Rückblick eine Aura verleihen und die Legende beflügeln: Man wird sich gerne an die Anfänge erinnern, an den Charme des Riesensaals in Seligenstadt (einer kleinen Stadthalle aus den siebziger Jahren), in dem die verschworene Gemeinde zum ersten Mal zusammenkam, um ein Zeichen zu setzen.

 

Die geografische Wahl des Ortes war perfekt, um vielen Fachausstellern und Besuchern das Kommen zu ermöglichen. Der verfügbare Raum hatte exakt die Größe, um den 28 Ausstellern und den 130 Fachleuten aus Produktion, Vertrieb und Handel Raum zu bieten. Die etwas beengte Zufahrt zum Gebäude wurde wettgemacht durch die Lage in der romantischen Innenstadt. Die Gegebenheiten des Riesensaals im ersten Stock mit den dazu gehörigen logistischen Problemen wurden durch eine professionelle und konstruktiv-entspannte Atmosphäre belohnt. Und die naheliegenden barocken Klosteranlagen und ein herrlicher Frühlingstag machten den Geburtstag der Fachveranstaltung für ökologische Baustoffe perfekt.

 

Ein Riesenerfolg für die Zukunft: Wo die konventionelle Baustoffindustrie mit Millionen klotzen würde, spielt die Nische ihr kreatives Potenzial aus - und daraus entsteht schließlich alles Neue. Der ÖkoPlus-AG mit Horst Kliebe an der Spitze ist es gelungen, mit einem Sonderetat von weniger als 15.000 € einen hochkarätigen Branchentag ins Leben zu rufen, der in Zukunft alle zwei Jahre seine Fortsetzung finden wird.


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Horst Kliebe, Vorstand ÖkoPlus AG